Montag, 9. November 2015

Wir haben gepuzzelt - Puzzleball oder Jigsaw Lampe basteln (mit Kindern)

In den Herbstferien hatte meine Tochter Besuch. Natürlich haben wir einiges unternommen und waren unterwegs, aber natürlich kam irgendwann die unumgängliche Frage: "Können wir was basteln".
Also haben wir gebastelt. Und weil Beleuchtung, Lichterketten und Basteln nun einmal in die dunkle Jahreszeit gehören, haben alle Kinder einen Puzzleball basteln dürfen.

Dazu haben die Kinder zunächst eine große Zahl an farbigen Papieren bekommen. Die Blätter habe ich nacheinander mit Sprühkleber besprüht und die Kinder durften sie mit reichlich Glitzer ihrer Wahl bestreuen. Anschließend wurden die Blätter einlaminiert. Der Glitzer machte beim Laminieren leider einige Probleme. Die Blätter, die besonders viel Glitzer abbekommen hatten, waren quasi nicht verklebt und damit nicht zu verwenden. Aber wir - bzw. die Kinder - hatten ja zum Glück reichlich Glitzerpapier produziert.



 Während die Kinder ein wenig frische Luft im Garten schnappten und sich austobten, durfte mein Plotter schuften. 3 x 30 Teile ausschneiden. Dazu noch einige Ersatzteile, da sich einige Teile durch die Glitzermenge in 3 ihre Einzelteile zerlegten.
Am Ende hatten wir für jedes Kind ein Häufchen Teile liegen. Die Lampe bzw. den Ball der Kleinen habe ich mit Hilfe dieser Anleitung zunächst testgepuzzelt.

Am Anfang war es noch ganz einfach, dann habe ich den Faden verloren und mehr intuitiv gepuzzelt, als nach System. Trotzdem hatte ich am Ende einen runden, geschlossenen Ball in der Hand und war ganz stolz.



Allerdings glaube ich nicht, dass Kinder diese Bälle zusammenbauen können. Daher habe ich auch die anderen beiden Lampen selbst zusammengesteckt.

Jeder Ball bekam eine kleine LED-Lichterkette ins Innere und wurde damit zur Lampe und zum Nachtlicht.
Der Lampenball der Großen durfte seine Lichterkette allerdings sehr schnell wieder abgeben und steht nun auf der Lampenstation des bisherigen Nachtlichts.
So toll der Puzzleball von Ravensburger bisher seinen Job als Nachtlicht gemeistert hat, der Zweckentfremdung als (Fuß-)ball durch den Mini hält er nicht stand.
Daher darf der Einhornball zunächst ein wenig pausieren und wird so lange durch unseren Folienball vertreten.

Waffelbecherkuchen - perfekt (nicht nur) für Kinderhände

Die letzten Wochen war so viel zu tun, dass ich ganz viele Dinge hier noch nachtragen muss. So möchte ich euch meine Waffelbecherkuchen nicht vorenthalten, die wir zum Geburtstag meiner Tochter gebacken haben.
Auch in der Schule wird der Geburtstag der Kinder gefeiert und da bietet es sich an, kleine, handliche Portionen mitzugeben. Daher habe ich schon immer gerne Minimuffins oder Ähnliches gebacken. Das gibt wenig Schmiererei und vor allem sind die Teilchen für Kinder gut schaffbar. Was nutzt der schönste und leckerste Kuchen, wenn die Hälfte der großen Kuchen- und Tortenstücke auf dem Tisch verteilt wird oder am Ende im Mülleimer landet. Daher ist mein Motto, lieber zweimal zugreifen als einmal im großen Stil wegwerfen.

Grundlage für meine Waffelbecherkuchen war ein Muffinteig. Damit er aber nicht so trocken ist, bekamen die kleinen Kuchen einen Puddingkern.
Zunächst habe ich dazu ein Päckchen Vanillepudding nach Anleitung gekocht und abkühlen lassen. Über den noch heißen Pudding ziehe ich immer eine Frischhaltefolie, so bekommt der Pudding beim Abkühlen keine Haut.

Für den Muffinteig habe ich 125 g Butter mit 125 g Zucker und 2 Eiern verrührt, danach 125 g Mehl und 1 TL Backpulver untergehoben. Mit einer Spritztülle wurden alle Waffelbecher etwa halb voll mit Teig gefüllt. In einen zweiten Spritzbeutel kam der abgekühlte Pudding. Die Spitze der Puddingtüte hab ich in den Teig versenkt und so viel Pudding mittig in den Becher gespritzt, bis die Becher knapp gefüllt waren. Danach wurde alles bei 160 Grad Umluft etwa eine halbe Stunde lang gebacken.


Füllhöhe für Waffelbecherkuchen
Nach dem Abkühlen wurden die Kuchendeckel dünn mit flüssiger Schokolade überzogen und in verschiedenen Zuckerdekorationen gewälzt.

Waffelbecherkuchen zum Kindergeburtstag

Am besten schmecken die Waffelbecher am ersten Tag. Über Nacht weichen die Waffeln etwas durch. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch, allerdings sind die Waffeln dann weniger knusprig.

Da ich die Waffeltüten nur in sehr großer Zahl kaufen konnte, wird es bei uns nun häufiger Waffelbecherkuchen geben. Aber natürlich schmeckt ein Eis aus den eigentlichen Eiswaffeln ebenso gut - und auch das gibt es nun häufiger mal zum Nachtisch.

Die Kinder sind begeistert - von den Waffelbecherkuchen und von der Tatsache, dass es nun fast immer auf Wunsch eine Kugel Eis gibt.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Basteln mit Naturmaterialien - Igel aus Sonnenblumenkernen

Die dunkle Jahreszeit beginnt, die Tage werden kürzer, trüber und nasser. Und schon ist sie wieder vorbei, die Zeit im Garten oder den Spielplätzen. Bevor die Kinder gelangweilt das Haus auf den Kopf stellen, müssen Ideen zur Beschäftigung her. So durfte vor ein paar Tagen meine Silhouette schnell zwei Pappkarton-Igel ausschneiden und die Vögel mussten ein paar Körner von ihrem Winterfutter abgeben. Mit Holzleim und natürlich Spaß ging es ans Sonnenblumenkerne legen und kleben.
Zunächst durfte sich jedes Kind ein Wackelauge aussuchen und dann wurde Reihe um Reihe Kerne gelegt. Die eine schaffte es schneller, die andere brauchte für ihren Igel etwas länger und etwas Hilfe. Am Ende sind 2 lustige Sonnenblumenigel in unserem Wohnzimmer eingezogen.

Basteln mit Naturmaterialien - Sonnenblumenigel

Freitag, 11. September 2015

DIY - Knete selber machen

Vor ein paar Tagen kam meine Tochter aus dem Kindergarten und erzählte, dass sie geknetet haben. Aber die Knete war sooooo hart.
Kneten steht zurzeit sehr hoch im Kurs. Leider kann ich gar nicht so schnell Knete nachkaufen, wie die Farben vermischt sind und wir nur noch braune Berge an Knetmasse haben. Wollen mehrere Kinder kneten, ist immer viel zu wenig Knetmasse in den kleinen Töpfchen, das Geschrei der Kinder dagegen riesengroß. Auch wird die Knete in den meisten Fällen viel zu schnell hart.
Da ich vor ein paar Tagen ein Rezept für selbst gemachte Knete gelesen hatte, wurde das bei diesem Anlass wieder herausgesucht und ausprobiert. Und was soll ich sagen ....
meine Tochter und ich waren begeistert.

Die Knetmasse war nach folgendem Rezept schnell zusammengerührt:
200 g Weizenmehl
 70 g Salz
  3 EL Öl
1 Päckchen (5g) Zitronensäure
180 ml kochendes Wasser

Zunächst habe ich Mehl, Salz und Zitronensäure in einer Schüssel vermischt und das Öl zugegeben. Danach kam das kochende Wasser hinzu und alles wurde mit dem Knethaken und dem Mixer verrührt. Die sehr warme Masse wurde danach wie ein Plätzchenteig mit der Hand ordentlich durchgeknetet. Eine Zahnstocherspitze Lebensmittelfarbe dazu und meine Tochter hat ihre Knete in allen Farben bekommen, die sie haben wollte.
Erstaunlicherweise bleibt die Farbe in der Knete. Ich hatte erwartet, meine Tochter mit bunten Fingern vom Basteltisch zurück zu bekommen, aber die Finger blieben absolut farbfrei.

selbst gemachte Knete
selbst gemachte Knete mit Lebensmittelfarben


Die Masse ist weich, aber überhaupt nicht klebrig. Sie ist vergleichbar mit der Play-Doh Knete. Persönlich finde ich die selbst gemachte Knete allerdings angenehmer zwischen den Fingern. Ich war erstaunt, wie gut sie sich kneten und formen ließ. Ein wenig fühlt sich die Masse an wie Plätzchen Teig und lässt sich auch so verarbeiten. Im Vergleich zum Teig klebt sie aber weder an den Fingern noch an den Händen. Ob ausrollen, ausstechen oder modellieren - alles ist möglich. Auch wenn sie Ungefährlich ist, essen sollte man die Knete trotzdem lieber nicht.















Die Knete trocknet nur sehr langsam aus. Der Knetspaß ist daher über einen langen Zeitraum möglich.
Nachdem meine Tochter einige Stunden (!! Ja, tatsächlich Stunden !!) geknetet hat, haben wir die Knete in einem Ziploc-Beutel aufbewahrt. Am nächsten Tag hat sie mit der gleichen Motivation des Vortages weitergeknetet.

Möchte man tatsächlich Knete"bilder" trocknen lassen, so bekommt die Knete eine salzteigartige Struktur. Sie wird hart und bildet an der Oberfläche eine leichte Salzkruste.




Montag, 17. August 2015

Balancierbalken für Kinder selber bauen

Wie alle Kinder, lieben es auch meine Kinder, herumzuturnen. Geklettert und balanciert wird überall - am liebsten in den Blumenbeeten. Die Betonumrandungen meiner Beete wurden von meinen Kindern nur zu gerne als Balancierstrecke missbraucht. Ich habe immer mit gemischten Gefühlen zugesehen, weil ich die Kinder ständig ins Beet fallen sehen habe (sind sie tatsächlich aber nie). Nicht, dass ich Angst um die Kinder hatte - nein, ich hatte Angst um meine Lilien.
Damit ich meine Blumen in Ruhe genießen kann, musste ein Balancierbalken her. Diesen schnell und günstig selbst zu bauen, ist überhaupt kein Problem. Wie immer stand am Anfang der Besuch im Baumarkt. 2 dicke Palisaden, ein dickes Vierkantholz und ein paar kräftige und große Schrauben - mehr waren gar nicht nötig.




Knapp 30 Euro und inklusive Baumarktseikauf 2 Stunden später hatten die Kinder einen Balancierbalken und meine Lilien und ich unseren Frieden. Die Kinder haben den Balken sofort in Beschlag genommen - sogar der Kleinste. Auf meinen Beetumrandungen wurden seitdem tatsächlich nicht wieder herumgelaufen.

Balancierbalken - selbst gebaut


Garnrollenhalter selber bauen

Immer mal wieder überkommt es mich und mir liegt und steht einfach zuviel rum. Mein vieler Näh- und Bastelkram, die Kinderspielsachen und und und ... wirklich Ordnung ist einfach nicht in unser Haus zu bekommen. Auch wenn ich kein Schöner-Wohnen-Haus möchte, so freu ich mich doch immer über kleine Ordnungshelfer. Manchmal machen sie die Dinge einfacher und übersichtlicher.
Und genau aus diesem Grund habe ich mir einen Garnrollenhalter gewünscht.
Also ist mein Mann für mich in den Baumarkt gefahren, um ein Brett, Dreikanthölzer und eine ganze Reihe Rundstäbe zu kaufen.
Zusammen haben wir noch einen Ausflug ins schwedische Möbelhaus gemacht und haben ein paar weitere Zubehörteile gekauft.

Für ein Bastel- und Nähzimmer habe wir keinen Platz, daher habe ich für meine Utensilien lediglich ein Eckchen im Schlafzimmer. Hinter der Tür war noch ein Stückchen Wand frei. Und genau da sollte mein neuer Garnrollenhalter eingepasst werden.
Nachdem wir lange genug gemessen und gerechnet haben, wurde gesägt.



selbst gebauter Garnrollenhalter



Zunächst wurde das Brett passend für die Wandecke zugeschnitten, anschließend die Dreieckshölzer auf die passende länge zugeschnitten. Im Abstand von 5-7 cm bekamen die Hölzer dann Löcher. In diese Löcher wurden etwa 7 cm lange Stücke der Rundstäbe gesteckt. An das untere Ende des Brettes haben wir eine Stange gebaut, an denen kleine Eimerchen hängen. Diese sind praktisch für allerlei Kleinkram wie Metermaß, Schere oder Stifte. Außerdem bekam das Brett noch eine kleine Edelstahlplatte mit magnetischen Döschen, in welchen schön ordentlich Stecknadeln, Nähmaschinennadeln und Sicherheitsnadeln aufbewahrt sind.


Ich bin mit meinem Garnrollenhalter sehr zufrieden. Doch auch wenn er wirklich schon eine ganze Menge Rollen aufnehmen kann - es sind doch tatsächlich noch immer reichlich Garnrollen vorhanden, die ungeordnet in einer Kiste rumliegen. Ich glaub, ich muss noch einmal die Wände nach weiteren ungenutzten Flächen absuchen ...

Donnerstag, 2. Juli 2015

Was wurde aus den Fimo-Figuren? - Schüttelgläser selber machen

Der große Tag meiner Kleinen war da und nun hatten auch meine Fimo-Figuren ihren großen Auftritt. Jedes der Kinder konnte sich eine Figur auswählen. Die Wahl wurde allerdings versteckt gemacht, da es sonst nur Streit gegeben hätte.

Einen Tag zuvor hatte ich die Figuren auf Deckel leerer Babygläschen geklebt. Die Figuren wurden unter Plastikbechern versteckt und jedes Kind wählte einen Becher.
Dann bekam jedes Kind noch ein leeres Glas dazu. In dieses durften die Kinder Glitzer einfüllen, danach Wasser. Ich hab noch etwas Glycerin zugegeben und die Gläser fest zugeschraubt. Fertig waren selbst gebastelte Schüttelgläser.


selbst gemachte Schüttelgläser ("Schneekugeln")


Und nun noch einmal ganz langsam und mit Bilder.
Man nehme: 1 Figur, 1 leeres (Babybrei)glas, Glitzerflocken, etwas Glycerin und Wasser.
 
 

Glitzer nach Belieben in das Gläschen füllen. Danach das Glas mit Wasser randvoll füllen. Ein paar Tropfen Glycerin lassen den Glitzer langsamer fallen. Den Deckel mit der Figur auf das Glas setzen und fest zuschrauben. Überschüssiges Wasser wird beim Zuschrauben herausgedrückt. Füllt man die Gläser nicht randvoll, bleiben große Luftblasen im Glas. Glas abtrocknen - fertig.


Diese Schüttelgläser sind ruckzuck gemacht. Mit wenig Aufwand haben die Kinder sehr schnell ein effektvolles Ergebnis gezaubert. Sie hatten viel Spaß, ihre Aufmerksamkeit wurde nicht lange strapaziert und sie konnten am Abend stolz ihren Eltern präsentieren, was sie gebastelt haben.