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Samstag, 30. April 2016

Jeans "reparieren" mit der Chenille-Technik

So lange schau ich nun etwas grummelig auf die Hosenbeine meiner Töchter. Ob Applizieren, Bilder aufbügeln oder kurze Hosen aus langen machen - die Serie zerschlissener Knie reißt einfach nicht ab. Ich fürchte, solange meine Kinder mit Begeisterung auf den Knien durch die Welt rutschen, um Pferde, Hunde oder andere Tiere zu spielen, werden wir noch mit Löchern in den Hosen leben müssen.
Nun bin ich heute Morgen beim Stöbern in den Farbenmix Anleitungen über die Chenille-Technik gestolpert. Und das musste ich sofort ausprobieren.

Nach einem zu flickenden Hosenbein brauchte ich nicht lange suchen und Stoffreste sind auch immer vorhanden. Kaputt war die Jeans sowieso, es gab also kein Hindernis.

Zunächst hab ich meinen Stoffrest - der farblich hervorragend zu den Perlenketten an der Jeans passt - mit Sprühkleber an der Hose fixiert. Mit etwas Gefühl hab ich das Hosenbein sogar über den Freiarm meiner Nähmasche bekommen. Und dann ging alles relativ schnell und einfach. Ein paar Nähte kreuz und quer, einfach wie die Nadel gerade wollte. Diesmal durfte es krumm und schief sein. Danach hab ich ganz vorsichtig die Jeans mit einer kleinen Schere zwischen den Nähten eingeschnitten. Den Jerseystoff hab ich dabei mit den Fingern nach hinten gezogen, um bloß keine Löcher reinzuschneiden.
Und dann ging es auch schon ab in die Waschmaschine und danach in den Trockner. Meine Tochter hat schon vor dem Waschen "oh cool" geschrien - dabei war ich doch noch gar nicht fertig :).


Jeans "flicken" mit der Chenille-Technik
Jeans "flicken" mit der Chenille-Technik



















Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Die Hose wird so sicher noch ein Weilchen getragen. Ein echter Hingucker ist das Knie nun auch.
Das "Reparieren" ging sehr schnell und einfach. Ich bin sicher, so werden in naher und ferner Zukunft noch einige Hosen ein paar Stoffreste abbekommen.
Selbst mein Mann ist von dem Ergebnis begeistert und meinte, das kann er sich auch für seine Jeans vorstellen. Er möchte aber bitte keinen rosafarbenen Stoff :)

Dienstag, 22. März 2016

Ferien ... Tagebuch einer Viruskatastrophe

Freitag ... die Schule ist aus, es sind Ferien ... Juchhei

Samstag ... Tochterkind 1 verabredet sich mit Freunden, wir freuen uns auf die kommenden 2 freien Wochen

Sonntag ... Tochterkind 1 hat Fieber - und wenn, dann richtig - Thermometer bei 39,6°C ... Ibuprofen

Montag ... Tochterkind 1 mit Fieber im Bett liegen gelassen, Tochterkind 2 in den Kindergarten gebracht, Tochterkind 1 nach Ausklingen des Ibuprofen immer wieder bei Temperature über 39 °C, Ibuprofen nachfüllen

Nacht von Montag auf Dienstag ... Ibuprofen und Wadenwickel, trotzdem weiter Fieber. An Schlaf ist nicht zu denken

Dienstag ... Tochterkind 2 möchte nicht in den Kindergarten, Tochterkind 1 kommt ohne Ibuprofen über den Tag, abends nochmal 39 °C, Ibuprofen

Mittwoch ... Tochterkind 2 hat Fieber ... natürlich auch richtig, Tochterkind 1 geht es soweit wieder gut, hat aber noch Husten und Schnupfen

Donnerstag ... Wir fahren mit fieberndem Tochterkind 2, gepackten Urlaubstaschen und einem großen Medikamentenvorrat zu Oma

Freitag ... Tochterkind 2 geht es besser ... wir fahren in den Urlaub

Samstag ... es scheint allen besser zu gehen. Tochterkind 1 und 2 gehen mit Papa zum Indoorspielplatz

Sonntag ... Mini hat Fieber ... natürlich richtig. Meinem Mann geht es auch mieserabel, Tochterkind 2 auch wieder Fieber und ordentlich Husten (vor allem nachts)

Montag ... Ehemann Fieber, Sohnemann Fieber, Tochterkind 2 fieberfrei aber platt

Dienstag ... Ehemann und Sohnemann noch immer platt, Tochterkind 2 auch noch nicht wirklich auf dem Damm, Essen mag irgendwie keiner irgendwas

Mittwoch ... es geht etwas besser

Donnerstag ... alle noch immer platt, aber es scheint Besserung in Sicht

Freitag ... Der Urlaub  (welcher Urlaub??) ist vorbei, es geht nach Hause

Die Nacht war noch nicht ganz so ruhig wie erwartet

Samstag ... es geht so "lala"

Sonntag ... Die Nacht war richtig super. Aber die Quittung folgt sofort ... Sohnemann hat Durchfall und spuckt

Montag ... Sohnemann hat noch immer Durchfall - Windelnwechseln im Akkord. Er ist völlig platt, schläft viel oder ist sehr unausgeglichen

Die Nacht war eine Katastrophe

Dienstag ... Sohnemann hat noch immer Durchfall, aber es scheint weniger zu werden. Wir versuchen etwas Brot. 2 Bissen, dann wird alles wieder ausgespuckt. Kind komplett umziehen, danach ißt er tatsächlich eine ganze Scheibe Brot ... Sie bleibt drin.

Dann hoffen wir mal, dass es das nun war. Die Grippewelle haben alle mitgenommen. Möge das Magen-Darm-Virus uns etwas verschonen.

Von den Ferien haben wir leider nichts gehabt. Schon im "Urlaub" haben wir gesagt, wir müssen die komplette Ferienzeit einfach wiederholen. In diesem Sinne wünsche ich allen, die die Grippewelle oder das Magen-Darm-Virus derartig mitgenommen hat Gute Besserung und nun hoffentlich schnell freundliche Frühlingstage, die uns über die Krankheitstage hinwegtrösten und den Viren gehörig frische Luft um die nicht vorhandenen Nasen pusten.

Freitag, 11. September 2015

DIY - Knete selber machen

Vor ein paar Tagen kam meine Tochter aus dem Kindergarten und erzählte, dass sie geknetet haben. Aber die Knete war sooooo hart.
Kneten steht zurzeit sehr hoch im Kurs. Leider kann ich gar nicht so schnell Knete nachkaufen, wie die Farben vermischt sind und wir nur noch braune Berge an Knetmasse haben. Wollen mehrere Kinder kneten, ist immer viel zu wenig Knetmasse in den kleinen Töpfchen, das Geschrei der Kinder dagegen riesengroß. Auch wird die Knete in den meisten Fällen viel zu schnell hart.
Da ich vor ein paar Tagen ein Rezept für selbst gemachte Knete gelesen hatte, wurde das bei diesem Anlass wieder herausgesucht und ausprobiert. Und was soll ich sagen ....
meine Tochter und ich waren begeistert.

Die Knetmasse war nach folgendem Rezept schnell zusammengerührt:
200 g Weizenmehl
 70 g Salz
  3 EL Öl
1 Päckchen (5g) Zitronensäure
180 ml kochendes Wasser

Zunächst habe ich Mehl, Salz und Zitronensäure in einer Schüssel vermischt und das Öl zugegeben. Danach kam das kochende Wasser hinzu und alles wurde mit dem Knethaken und dem Mixer verrührt. Die sehr warme Masse wurde danach wie ein Plätzchenteig mit der Hand ordentlich durchgeknetet. Eine Zahnstocherspitze Lebensmittelfarbe dazu und meine Tochter hat ihre Knete in allen Farben bekommen, die sie haben wollte.
Erstaunlicherweise bleibt die Farbe in der Knete. Ich hatte erwartet, meine Tochter mit bunten Fingern vom Basteltisch zurück zu bekommen, aber die Finger blieben absolut farbfrei.

selbst gemachte Knete
selbst gemachte Knete mit Lebensmittelfarben


Die Masse ist weich, aber überhaupt nicht klebrig. Sie ist vergleichbar mit der Play-Doh Knete. Persönlich finde ich die selbst gemachte Knete allerdings angenehmer zwischen den Fingern. Ich war erstaunt, wie gut sie sich kneten und formen ließ. Ein wenig fühlt sich die Masse an wie Plätzchen Teig und lässt sich auch so verarbeiten. Im Vergleich zum Teig klebt sie aber weder an den Fingern noch an den Händen. Ob ausrollen, ausstechen oder modellieren - alles ist möglich. Auch wenn sie Ungefährlich ist, essen sollte man die Knete trotzdem lieber nicht.















Die Knete trocknet nur sehr langsam aus. Der Knetspaß ist daher über einen langen Zeitraum möglich.
Nachdem meine Tochter einige Stunden (!! Ja, tatsächlich Stunden !!) geknetet hat, haben wir die Knete in einem Ziploc-Beutel aufbewahrt. Am nächsten Tag hat sie mit der gleichen Motivation des Vortages weitergeknetet.

Möchte man tatsächlich Knete"bilder" trocknen lassen, so bekommt die Knete eine salzteigartige Struktur. Sie wird hart und bildet an der Oberfläche eine leichte Salzkruste.




Montag, 17. August 2015

Balancierbalken für Kinder selber bauen

Wie alle Kinder, lieben es auch meine Kinder, herumzuturnen. Geklettert und balanciert wird überall - am liebsten in den Blumenbeeten. Die Betonumrandungen meiner Beete wurden von meinen Kindern nur zu gerne als Balancierstrecke missbraucht. Ich habe immer mit gemischten Gefühlen zugesehen, weil ich die Kinder ständig ins Beet fallen sehen habe (sind sie tatsächlich aber nie). Nicht, dass ich Angst um die Kinder hatte - nein, ich hatte Angst um meine Lilien.
Damit ich meine Blumen in Ruhe genießen kann, musste ein Balancierbalken her. Diesen schnell und günstig selbst zu bauen, ist überhaupt kein Problem. Wie immer stand am Anfang der Besuch im Baumarkt. 2 dicke Palisaden, ein dickes Vierkantholz und ein paar kräftige und große Schrauben - mehr waren gar nicht nötig.




Knapp 30 Euro und inklusive Baumarktseikauf 2 Stunden später hatten die Kinder einen Balancierbalken und meine Lilien und ich unseren Frieden. Die Kinder haben den Balken sofort in Beschlag genommen - sogar der Kleinste. Auf meinen Beetumrandungen wurden seitdem tatsächlich nicht wieder herumgelaufen.

Balancierbalken - selbst gebaut


Dienstag, 18. November 2014

Handpuppenständer selber bauen

Es war mal wieder Zeit, etwas Ordnung ins Kinderzimmer zu bringen. Immer mehr Handpuppen verteilten sich in Betten, Schränken, Regalen oder Schubladen. Wenn wir eine bestimmte Handpuppe suchten, dann fanden wir sie garantiert nicht. Es gab so viele Möglichkeiten, wo sich gerade diese eine, bestimmt Handpuppe befinden konnten. Eine Lösung musste her. Natürlich gibt es verschiedene Handpuppenständer zu kaufen, allerdings waren die für die Menge unserer Handpuppen alle zu klein. Es gab also nur eine einzige Alternative - selber bauen. Und so kompliziert war das gar nicht. Alles, was für einen Handpuppenständer notwendig ist, gibt es im Baumarkt: Holz, Rundstäbe, den passenden Holzbohrer und Holzleim. Eventuell noch etwas Holzlack, um den Ständer zu lackieren.


Handpuppenständer
Wir haben unseren Handpuppenständer tatsächlich als Ständer aus einem dicken Vierkantholz gebaut. Das Vierkantholz wurde auf eine rund ausgesägte Holzplatte geschraubt. Abwechselnd wurden in die Seiten und Ecken des Holzes schräge Löcher gebohrt, in diese die Rundhölzer geschoben und geklebt wurden. Unsere Holzstäbe haben eine Länge von 15 cm. Je nach Größe der Handpuppen können die Stäbe aber auch kürzer oder länger zugesägt werden.
Insgesamt hat der Bau unseres Handpuppeständers nur einen verregneten Sonntagnachmittag gedauert.

Das Kinderzimmer ist nun etwas aufgeräumter und jede Handpuppe auf einen Blick oder Griff zu finden. Ein optischer Hingucker ist die Handpuppenparade auf jeden Fall. 
 Wir sind begeistert - unsere Kinder ebenfalls. Platz für weitere Handpuppen ist auf unserem Ständer 
sogar noch vorhanden. Weihnachten kann kommen.


Mittwoch, 2. Oktober 2013

Chaos im Bücherregal? Die Pixibuch-Hülle schafft Ordnung.

Sie sind klein, handlich, überall prima mitzunehmen - kurz gesagt, einfach toll. Pixibücher lassen sich in jede Hand- oder Hosentasche stecken und bieten in Bus, Bahn oder Auto eine Abwechslung und Unterhaltung für Kinder. Die Geschichten sind kurz aber so verschieden und in so großer Anzahl, dass Kinder nie genug Minibücher haben können. Wie aber räumt man die kleinen Bücher zu Hause am besten auf? Pixibücher rutschen hinter jedes Regal und unter jedes Sofa. In jeder Ecke verschwinden die kleinen Hefte und lassen sich im Bücherschrank einfach nicht vernünftig stapeln. Die Lösung ist eine kleine Tasche für die zahllosen Pixibücher, die sich im Laufe der Zeit so ansammeln. Pixibuch-Hüllen sind schnell genäht und räumen endlich auf im Kinderzimmer. Nachdem ich mit den Minibüchern meiner Tochter bald die Nerven verloren habe, weil sie sich einfach nicht vernünftig wegräumen ließen und immer quer im Raum rumlagen, hab ich mich kurzerhand an die Nähmaschine gesetzt und mir ein wenig Seelenruhe verschafft. In kurzer Zeit sind eine Reihe verschiedener Pixibuch-Hüllen entstanden. 
Pixibuch-Hüllen / Taschen für Minibücher
In jeder dieser Taschen passen mindestens 14 Pixibücher. Mit einem Druckknopf lassen sich die Stoffhüllen schnell und sicher verschließen. Meine Tochter hat nun also gut zu tun, die Taschen zu füllen. Und natürlich ist sie auf ihre Pixibuch-Tasche genauso stolz wie auf jedes einzelne Buch darin. Möchte sie ein paar Bücher mitnehmen, sind diese in der Hülle gut verpackt und geschützt. Keine geknickten Ecken und auch kein langes Suchen mehr, weil die Bücher im Rucksack ständig irgendwo dazwischen rutschen. Meine Tochter ist zufrieden - ich bin zufrieden.
Und wenn irgendwann nicht mehr alle Bücher in die vorhandenen Taschen passen, werden einfach ganz schnell Neue genäht.

Ihr seid auch auf der Suche nach einem solchen kleinen Ordnungshelfer? Dann schreibt mir gerne eine Nachricht.


Montag, 23. September 2013

Kindergeburtstag mit Filly und Barbie


Nun ist der Geburtstag meiner Tochter schon über eine Woche her. Ich will euch aber natürlich noch von den Sorgen eines kleinen, großen Mädchens und ihren Geburtstagskuchen berichten. 

Nachdem ich einige Wochen vor ihrem Geburtstag im Internet nach verschiedenen Kinder-Motivtorten gesucht habe, hat sie eine Filly-Torte entdeckt. Ein solcher Kuchen war ihr größter Wunsch. "Mama - machst du mir auch so einen Kuchen?" Wie könnte Mama einen solchen Wunsch abschlagen? Wenn die Kinder abends im Bett waren, hab ich Blumen gespritzt und den Regenbogen gebastelt. Auch die Biskuit-Böden wurden schon einige Abende vor der Feier gebacken. Da meine Tochter auf einen Samstag Geburtstag hatte, hab ich mir den Tag davor freigenommen. So konnte ich mich ganz in Ruhe um ihre Geburtstagstorten kümmern. Neben dem Filly-Kuchen für den Kindergeburtstag wollte ich eine Barbie-Torte für die Familienfeier machen.

Der Filly-Kuchen sollte ein Schokoladenkuchen werden, die Barbie-Torte ein Zitronen-Quark-Kuchen.

Für den Filly-Kuchen wurden 400 g Schokoladenkuvertüre in 400 ml aufgekochter Sahne gelöst. Der Biskuit wurde in 3 Böden geteilt und mit der Schokolade geschichtet. Vor dem Füllen der Böden wurde die Schokoladenmasse kurz aufgeschlagen, wodurch sie lockerer und luftiger wurde. Anschließend wurde der gesamte Kuchen von allen Seiten (von unten natürlich nicht) dünn mit der Schokoladenmasse bestrichen und kaltgestellt. Der vorbereitete Fondant wurde lila eingefärbt, ausgerollt und die Torte damit eingedeckt. Ein Streifen aus grünem Fondant bildete den Weg, der rechts und links mit Zuckerblumen gesäumt wurde. Der Regenbogen und die Filly-Pferde wurden platziert - fertig.

Filly Torte

Am Morgen des Geburtstags waren alle Geschenke uninteressant. Die ersten Gedanken und Worte meiner Tochter galten ihrem Filly-Kuchen. "Mama, heute ist mein Geburtstag und wir haben keinen Filly-Kuchen!" Ganz unglücklich war meine kleine, große Tochter. Der Kuchen stand im kühlen Keller, sodass ihn meine Tochter noch nicht gesehen hatte. Ich versuchte sie zu beruhigen und ihr zu erklären, dass wir bestimmt bis Nachmittag einen Filly-Kuchen finden würden. "Nein Mama, ich hab schon überall geschaut, aber da ist keiner". Also vergaßen wir die Überraschung und zeigten ihr den Kuchen. Glücklich und erleichtert konnte sie sich anschließend ihren Geschenken widmen. 


Zum Familiengeburtstag am Sonntag gab es dann den Barbiekuchen.

 
Für diese Torte wurde der Biskuit ebenfalls in 3 Böden geteilt. Eine große Rührschüssel wurde mit Frischhaltefolie ausgelegt und der erste Boden vorsichtig in die Form gedrückt. Die Zitronen-Quark-Mischung wurde auf den Boden gegeben und darauf der zweite Boden gelegt. Nach einer weiteren Schicht Füllung wurde der dritte Biskuit-Boden so aufgelegt, dass er einen gerade Abschluss bildete. Über Nacht wurde der Kuchen im Kühlschrank kaltgestellt und am nächsten Morgen aus der Schüssel genommen.
 

Der so entstandene Huckelkuchen wurde mit einer dünnen Schicht Buttercreme bestrichen. Für die Buttercreme wurden etwa 100 g Butter mit 50-80 g Puderzucker aufgeschlagen. Im Kühlschrank durfte die Schicht kurz fest werden, während der Fondant gefärbt und ausgerollt wurde. Der Kuchen erhielt anschließend sein Fondant-Kleid.  In die obere Mitte des fertig modellierten Barbie-Rocks wurde ein kleines Loch geschnitten und in dieses die Barbiepuppe eingesetzt. Ich habe die Beine der Puppe abgemacht (diese konnten später wieder angebracht werden) und die Puppe im unteren Bereich in Frischhaltefolie gewickelt. Die Barbiepuppe wurde entkleidet in den Kuchen gesetzt und anschließend das obere Teil des Kleides ebenfalls aus Fondant modelliert. Die passende Kette aus Fondant mit Zuckerkugel-Steinchen rundete das Prinzessinnenbild ab. Bis zum Verzehr wurde die Torte kühl, aber trocken (also nicht im Kühlschrank) gelagert.


Kirsch-Quark Muffins
Barbie-Torte/Prinzessinen-Torte

Natürlich gehörten auch ein paar Muffins in Mädchen-Farben auf den Kaffee-Tisch. Muffins, Barbie und Filly kamen bei allen Gästen gut an. Nachdem der Papa sich geopfert hat, die Prinzessin "umzubringen", waren alle Kuchen erstaunlich schnell verspeist.

Donnerstag, 22. August 2013

Medikamententasche/Kosmetiktasche aus Eigenproduktion

Vor ein paar Wochen erzählte mir eine Kollegin, dass sie eine kleine Tasche für die Notfallmedikamente ihres Sohnes sucht. Der kleine Mann erleidet häufiger Fieberkrämpfe, sodass die Eltern, Erzieherinnen in der KiTA oder die Oma oder Babysitter immer die Notfallmedikamente zur Hand haben sollten. Sie wünschte sich eine kleine Tasche mit kindlichem Motiv, am liebsten innen abwaschbar. Daraufhin hab ich mich hingesetzt und das Internet durchstöbert. Anleitung für Kosmetiktaschen gibt es diverse. Einen Schnitt kann man auf verschiedenen Seiten herunterladen oder auch selbst erstellen. 

Ich habe mir einen Schnitt selbst gemacht, mit der Taschengröße, die meine Kollegin sich gewünscht hatte. Da ich als Mutter zweier Töchter zwar eine gut gefüllte Mädchen-Stoffkiste habe, aber kaum einen schönen Stoff für Jungs, durfte ich in der Stoffschublade einer Freundin stöbern (vielen lieben Dank dafür!). Ich habe mich für einen Stoff mit Dinosauriern entschieden. Nach meinem Schnitt habe ich 4 verschiedene Stoffe zugeschnitten - einen blauen Innenstoff, eine Lage Fleece, den Dinosaurier-Außenstoff und einen Zuschnitt aus durchsichtigem Wachstuch. Wachstuch, Innenstoff und Fleece hab ich im Bruch zugeschnitten, den Dinosaurier jeweils für eine Seite, damit die Dinos auch auf beiden Seiten auf den Beinen stehen. Da die Teile später zusammengenäht werden müssen, muss an der Unterkante unbedingt eine Nahtzugabe zugegeben werden.
 
Ich habe einen Endlos-Reißverschluss verwendet und diesen etwas länger zugeschnitten, als die obere Taschenseite. Man kann die Teile an den geöffneten Reißverschluss nähen (Vorsicht! Orientierung der Reißverschlussteile beachten) oder an den geschlossenen. Welche Variante euch persönlich angenehmer ist, müsst ihr ausprobieren.  Spätestens nachdem alle Teile an den Reißverschluss genäht sind, muss die Unterseite der beiden Teile des Außenstoffs rechts auf rechts zusammengenäht werden.


Nachdem alle Teile am Reißverschluss angebracht sind, muss dieser geschlossen und an den Enden gesichert werden. Dazu kann ein kleines Stückchen Stoff über die Reißverschlussenden genäht werden oder dieser mit Hand oder der Maschine durch einige Stiche versiegelt werden.

Die Stofflagen werden nun so gelegt, dass die Innenstoffe (Folie und Innenstoff) auf der einen Seite gefaltet aufeinander liegen und Fleece und Außenstoff auf der anderen Seite. Nun werden die Seiten geschlossen. Dabei muss beim Innenstoff eine Wendeöffnung offenbleiben.
Die Ecken werden nach dem Schließen der Seiten zusammengelegt und ebenfalls zusammengenäht. Dadurch wird die Tasche am Boden breiter als im oberen Bereich und bekommt einen guten Stand.


Zum Schluss die Tasche durch die Wendeöffnung und den Reißverschluss wenden. Das klingt komplizierter, als es ist. Die Wendeöffnung schließen und die Innentasche in die Außentasche stecken.

FERTIG


Meine Kollegin hat sich riesig gefreut. Und ihr kleiner Sohn war von den Dinos so begeistert, dass er die Tasche die ersten Tage für seine kleinen Spielzeuge verwendet hat. Danach durfte seine Mama die Tasche dem angedachten Zweck zuführen. Auch wenn die Notfallmedikamente nun gut verpackt immer dabei sind, wünsche ich den beiden natürlich, dass die Tasche ganz wenig benötigt wird.

Babybody selbst gemacht - noch ein Geschenk zur Geburt

Im Moment kommt in meinem Bekannten- und Freundeskreis ein Baby nach dem anderen zur Welt. So wurde am letzten Wochenende die kleine Tochter meiner Studienfreundin geboren. Da galt es mal wieder, ein Willkommensgeschenk zu suchen. Aber was schenkt man jemanden zum dritten Kind? Allgemeine Babyausstattung hat die nun ganz schön große Familie bereits genug. Allerdings waren die beiden ersten Kinder Jungs. Die Minimaus ist nun das erste Mädchen. Daher hab ich ein weiteres Mal in meiner Stoffkiste gewühlt und in einer meiner Nachtaktionen einen Mädchenbody nach dem Schnitt von Schnabelina genäht.
Die neue Erdenbürgerin ist noch winzige 48 cm groß (oder besser gesagt klein), trotzdem habe ich lieber eine Nummer größer gewählt und den Body mit amerikanischem Ausschnitt in Größe 56 genäht.
Ich hoffe, meiner Freundin gefällt der Body und sie und die Kleine werden viel Freude daran haben. Auch wenn meine beiden bereits aus dem Body-Alter herausgewachsen sind, wird es bestimmt nicht der letzte Body gewesen sein, den ich genäht habe. Es hat mir viel Spaß gemacht und ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Regenbogenbody Gr. 56

Freitag, 16. August 2013

Einschlagdecke selber nähen

Nachdem ich die Vorzüge meiner Schneidematte und meines Rollschneiders schätzen gelernt hatte, war ich hoch motiviert, für die sehnsüchtig erwartete Tochter einer Freundin eine Einschlagdecke für den MaxiCosi zu nähen. Für meine Nichte hatte ich in einem Schnellentschluss bereits eine genäht. Davon habe ich euch in meinem Post vom 27.03. - Weil es so viel Spass macht bereits berichtet. Diesmal habe ich den Schnitt noch ein klein wenig abgeändert und die Gurtschlitze anders gemacht. Aber fangen wir von vorne an.

Zunächst hab ich mir einen schönen Mädchenstoff ausgesucht. Ein dünner Fleece-Stoff in pink mit lustigen Fröschen drauf soll die kleine Dame wärmen. Für den Innenstoff hab ich einen dünnen Baumwollstoff genommen. 
Sowohl für den Innen- als auch für den Außenstoff wurden alle Teile zugeschnitten, zusammengesteckt und danach zusammengenäht.
Das heißt, ich habe 2 Säcke genäht - einmal den Innensack aus dem Baumwollstoff und einmal den Außensack aus dem Fleece mit den Fröschen.





Anschließend habe ich beide Teile rechts auf rechts zusammengesteckt. Dann wurde alles zusammengenäht (Wendeöffnung nicht vergessen), gewendet und mir einer knappen Steppnaht von rechts alles umrandet. Damit wurde gleichzeitig die Wendeöffnung geschlossen. Schneller als gedacht war die Decke fertig.

selbst genähte Einschlagdecke
Die Gurtschlitze waren wir immer eine etwas frickelige Sache. Mit dem Rollschneider habe ich die Decke an den Stellen für die Gurte sauber aufgeschnitten und die Schnittstellen mit einem engen Zickzackstich sauber umnäht.
Die Puppe meiner Tochter durfte schon einmal Probeliegen, danach ging die Decke auf die Reise nach Österreich zur werdenden Mama.

Ich freue mich schon darauf, bald ein Bild mit der neuen kleinen Erdenbürgerin darin zu bekommen.



Noch eine Einschlagdecke - diesmal für unseren eigenen Nachwuchs - zeig ich euch in diesem Beitrag. Nachdem ich nun schon an einigen Einschlagdecken üben und optimieren konnte, bin ich bei der Einschlagdecke für unseren Mini das erste Mal zufrieden mit der Einfassung der Gurtschlitze.

Mittlerweile sind noch einige Decken hinzugekommen. So zum Beispiel für meine Nichte, eine Freundin und die Tochter einer anderen Freundin.

Freitag, 19. Juli 2013

Minimuffins für die ganz Kleinen


Auch unsere Kleine wollte ihrem Geburtstag natürlich gebührend im Kindergarten feiern. Natürlich sollte auch sie ein kleines Kuchenbuffet dafür bekommen.

Minimuffins - dekoriert mit Figuren aus Esspapier
Minimuffins sind ideal für Kinder. Sie können sich nehmen, soviel sie schaffen. Und wenn das Auge doch einmal mehr wollte, als der kleine Magen schafft, so landen nur kleine Mengen des Essens im Mülleimer. Um den Erziehern das Leben nicht unnötig zu erschweren, sollten die Minimuffins für die
Kinderkrippe zwar verlockend sein, aber keine große Schmiererei verursachen. Aus diesem Grund wurden die Minimuffins lediglich mit bunten Esspapier-Figuren und ein paar bunten Zuckerperlen versehen. 

Alle Kinder im Kindergarten waren begeistert. Von den Minimuffins ist nicht ein Krümelchen übrig geblieben.



Mittwoch, 5. Juni 2013

Und noch ein paar Muffins - Seife selber gießen

Nachdem wir von unserer Reise zurück sind, geht es auch wieder an die Muffins. Während ich unsere Hochzeits-Familien-Gartenfeier plane, bastel ich nebenbei auch weiter an verschiedenen Dingen. Die Muffins werden in allen Varianten getestet. Diesmal wollte ich Muffin-Seife versuchen. 
Also hab ich mir Seife, Seifenfarbe und etwas Glitzer gekauft.

Seife gießen geht erstaunlich schnell und einfach.

Seife in Muffin-Form und Seifenherz

Die Seife wird in der Mikrowelle unter Aufsicht in ganz kurzer Zeit verflüssigt. Mit wenigen Tropfen Seifenfarbe erhält man die gewünschte Farbe und schon kann gegossen werden. Ist die erste Schicht erkaltet, wird die nächste gegossen. Gegenüber Seifenmuffins sind meine Muffins aus Modelliermasse und auch die Kerzen Schwerstarbeit. Und was das Ergebnis betrifft - ich bin begeistert. 



Muffin-Seife


Ihr seid genauso begeistert von meinen Seifenmuffins wie ich? Dann schreibt mir gerne eine Nachricht und ich "backe" für euch ein besonderes Stück für euer Badezimmer.

Donnerstag, 25. April 2013

Noch ein paar Näharbeiten - ein Mitbringsel und der Beginn der Sommerkollektion

Für den Besuch bei Freunden wurde schnell noch ein weiteres Knistertuch genäht. Das Knistertuch hat eine Größe von 18 x 18 cm. Die Kleine war ganz begeistert und beschäftigte sich gleich ganz eingehend mir dem neuen Spielzeug. Nach den Aussagen der Eltern mochte sie bisher gar nicht, wenn irgendwo eine Folie oder eine Plastiktüte geraschelt hat. Das Knistertuch dagegen fand sie toll.


Nachdem wir von unserem Kurzausflug zurück waren, wurde es Zeit für eine sommerlichere Ausstattung meiner Tochter. Ein Kleid sollte es sein. Für die Übergangszeit habe ich einen dünnen Cordstoff genommen. Nach einer Nachtschicht war das Kleidchen fertig. Nun kann die Sonne kommen. Bis dahin wird unter das Kleid einfach über ein dünnes, langärmeliges Shirt gezogen. 


Wenn euch meine Näharbeiten gefallen und ihr noch ein besonderes Geschenk für eure Lieben oder ein Mitbringsel benötigt, dann schickt mir gerne eine Nachricht. Ob Knistertücher, Halstücher oder soch ein Kleidchen, schreibt mich gerne an.

Freitag, 5. April 2013

Stillen - praktisch, aber nicht immer einfach

Am Karfreitag wurde endlich das lang erwartete Cousinchen meiner Tochter geboren. Die Geburt war Anlass für mich, zurückzudenken. Zurück zur Geburt unserer ersten Tochter. Die ersten Momente mit dem Winzling, die Zeit im Krankenhaus, die ersten Tage und Wochen zu Hause und natürlich dachte ich auch an das Stillen. Überall liest man als werdende Mutter, dass Stillen das Beste fürs Kind ist. Stillen ist auch das natürlichste der Welt. Aber das Stillen wehtun kann, das hatte mir keiner gesagt. Die ersten Tage waren nicht einfach. Meine Tochter war ein Stilltalent, aber sie hatte einen kräftigen Zug drauf. Immer, wenn sie anfing zu trinken, stach es mich ganz heftig in der Brust. Blutige Brustwarzen hatte ich zum Glück keine, konnte es aber bei meiner Bettnachbarin im Krankenhaus erleben. An den ersten Tagen und den stechenden Schmerzen bei jedem Stillbeginn konnte ich die Mütter verstehen, die sich für die Flasche entschieden. Schmerzen und die Unsicherheit, ob das Kind genug bekommt, können dazu führen, dass das Stillen nicht mehr als das Beste für Mutter und Kind angesehen wird. Wir aber haben durchgehalten. Wir haben die ersten Tage gut überstanden. Nach 3 Monaten gab es eine neue Unsicherheit. Die Kleine nahm so viel Neues aus der Umgebung wahr, dass sie einfach keine Zeit zum Trinken hatte. Immer wieder wendete sie sich von der Brust ab, war aber im nächsten Moment wieder quengelig, weil sie Hunger hatte. Für mich bedeutete das natürlich eine Zeit der Ungewissheit, ob mein Kind satt ist? Hab ich noch genug Milch? Aber ich hätte 3 weitere Kinder satt bekommen können. Das halbe Eisfach hatte ich voll mit eingefrorener Muttermilch. Meine Tochter war einfach nur zu sehr mit ihrer Umwelt beschäftigt. Sie hatte keine Zeit zum Trinken. Der große Hunger kam in der Nacht. Da hing sie mir oft und lange an der Brust. Die Nächte waren damit kurz und mein Schlaf häufig im Stundentakt unterbrochen. Trotzdem haben wir die Zeit genossen. Meine Tochter war ein zufriedenes Kind. Mit Infektionen hatten wir kaum zu kämpfen. Durchfallerkrankungen und Erkältungen hatten wir lediglich in leichten Varianten. Ich bin daher der Meinung, dass Stillen einfach toll ist. Nicht nur als praktisches "Lebensmittel", welches man ohne große Flaschen oder Becher immer dabei hat. Auch als Vorbeugung vor Infektionen oder als "Arzneimittel". In der Stillzeit waren weder meine Kinder noch ich lange krank. Am Ende habe ich beide Kinder jeweils fast 2 Jahre gestillt. Wir haben die Zeit genossen. Auch wenn es nicht immer einfach war und die Unsicherheit uns ab und an zur Flasche greifen ließen. Beide Kinder haben die Flasche jedes Mal verweigert, so dass wir weiter gestillt haben, bis die Kinder nicht mehr wollten.

Wir hatten Glück - bei uns hat alles super geklappt. Wir hatten weder große Probleme zu Beginn der Stillzeit noch hatte ich mit Brustentzündungen oder Milchstau zu kämpfen. Trotzdem sollte man keine Mutter verurteilen, die sich für eine Flaschenernährung entscheidet. Warum Stillen seine Vorteile für Mutter und Kind hat, aber nicht immer nur positiv ist, findet ihr in meinem Artikel Stillen - das Beste für Mutter und Kind.



Sonntag, 3. März 2013

Lieblingsspielzeug Kaufmannsladen

Nachdem unsere Töchter zu Weihnachten einen Kaufmannsladen von der Oma geschenkt bekommen haben, müssen wir jeden Tag bei ihnen einkaufen. Schnell waren die kleinen Papppackungen von Kaffee, Kakao und Keksen abgegriffen oder kaputt. Mit kaputten Sachen macht Spielen aber nur halb so viel Spaß. Also wurden wir erfinderisch.

Durch meine Gürtelrose-Erkrankung und die Windpocken der Kinder haben wir in kurzer Zeit eine Menge Medikamentenschachteln angesammelt. Diese wurden nicht weggeworfen, sondern landeten im Kaufmannsladen. So wurde aus dem Lebensmittelladen zur Abwechslung eine Apotheke. Die Kinder fanden es toll. Kaputte Packungen wurden einfach weggeworfen und durch neu anfallende leere Schachteln ersetzt.

Nun hatten die Kinder gefallen daran gefunden, verschiedene Sachen in ihrem Kaufmannsladen anzubieten. Wir überlegten daher, was man noch alles aus dem Lädchen machen könnte. Einen Bäcker wünschten sich die Kinder. Ich hab also wieder nachgedacht und hab zum kalten Porzellan gegriffen. Kaltes Porzellan ist eine Modelliermasse, ähnlich wie Knete. Sie härtet an der Luft aus und ist dann nahezu unkaputtbar.
Die Kinder haben mit der Modelliermasse geknetet und ich hab für sie Minimuffins in Originalgröße "gebacken".

Die Knetmasse kann vor dem Aushärten eingefärbt oder im Nachhinein angemalt werden. Wir haben beide Varianten ausprobiert. Vorher einfärben hat den Vorteil einer gleichmäßigen Farbverteilung. Allerdings sind echte Muffins auch nicht überall gleich. Also haben wir einige Muffins erst nach dem Aushärten angemalt. Dazu haben wir Marabu Porzellanfarben verwendet. Die sind nach dem Trocknen spülmaschinenfest und speichelecht. Für Kinder sind sie damit komplett ungefährlich und für Spielzeug perfekt geeignet. Die Kinder lieben ihre Muffins - und nun müssen wir natürlich täglich beim Bäcker einkaufen.


Wenn euch meine Muffins gefallen und ihr euch diese auch für eure Kinder vorstellen könnt, so schreibt mir doch eine Nachricht. Gerne mache ich euch auch einige Törtchen nach eueren eigenen Wünschen. Unabhängig vom Kaufmannsladen sind die unzerbrechlichen Minimuffins eine tolle Dekoration für manche Feier. Die Gäste - vermutlich hauptsächlich Kinder - freuen sich ganz bestimmt, wenn sie nach der Geburtstagsparty ein paar dieser kleinen Muffins zum Spielen mit nach Hause nehmen dürfen.

Diese und neu entstehende Muffins könnt ihr euch detailliert auch bei Facebook unter Muffins for kids anschauen. Ich würde mich über ganz viele Besuche und Mitglieder freuen. Genauso freue ich mich über neue Anregungen und Ideen.

Dienstag, 26. Februar 2013

Müssen Kinder immer teilen?

Wie oft fallen im Umgang mit Kindern die Worte "nun gibt ihm oder ihr doch auch mal das Spielzeug". Wie selbstverständlich ist es für uns, dass Kinder abgeben und teilen können - können müssen. Doch müssen Kinder wirklich immer alles abgeben und teilen?
Natürlich sollen Kinder soziales Verhalten lernen. Dazu gehört auch Teilen und Abgeben, aber wie oft vergessen wir dabei, dass unseren Kindern ihre eigenen Sachen besonders am Herzen liegen. Wenn es um die Dinge der Erwachsenen geht, ist das mein und dein ganz klar geregelt. Wir respektieren die Sachen der anderen und wollen, dass auch unser Eigentum geachtet wird. Aber warum gilt das nicht auch für Sandförmchen und Schaufel?

Ich besitze eigentlich keinen Erziehungsratgeber. Ich handel aus meinem Bauch heraus. Bisher bin ich damit sehr gut gefahren. Ein Buch, welches man im weitesten Sinne zu den Erziehungsratgebern zählen könnte, habe ich aber doch  - das Buch "In Liebe wachsen" von Carlos Gonzales.

In diesem Buch geht es jedoch nicht darum, wie man Kinder richtig erzieht und wie man mit speziellen Situationen richtig umgeht. Es öffnet in vieler Hinsicht einfach die elterlichen Augen. Es ändert den Blickwinkel und hinterfragt ganz alltägliche Situationen. So ist mir gerade die oben beschriebene Sandkastensituation besonders im Kopf geblieben. Wie oft streiten sich Kinder um ihr Sandspielzeug? Und wie oft versuchen die Eltern zu vermitteln, indem sie ihr Kind auffordern, das andere Kind doch auch mal die Schaufel benutzen zu lassen.
Diese bekannte Situation übersetzt Gonzales in seinem Buch in das Leben der Erwachsenen.
Stellen Sie sich vor, sie sitzen auf einer Bank. Neben Sie setzt sich eine andere Person und beginnt ungefragt, in ihrer Tasche zu kramen. Sie sind empört und werden wortreich Ihre Tasche und Ihre Sachen zurückfordern oder nehmen. In diese Situation mischt sich eine weitere Person und versucht mit den Worten "nun lassen Sie ihn doch auch mal in Ihre Tasche schauen" zu vermitteln.
Und nun ...
Recht hat er - der Herr Gonzales - wir erwarten von Kindern, was wir selbst nicht vorleben. Wir möchten, dass sie ihre Sachen abgeben, um ein friedliches Miteinander auf dem Spielplatz zu ermöglichen. Dabei vergessen wir, dass unserem Kind die Schaufel genauso wertvoll ist wie uns unsere Handtasche.
Natürlich sollen Kinder lernen zu teilen, aber wir sollten dabei die Welt mit ihren Augen betrachten. Wir sollten ihre Wertsachen respektieren und schätzen. Ebenso wie wir von ihnen erwarten, dass sie unsere Sachen respektieren. Während selbstverständlich ist, dass Kinder fragen (sollen/müssen), bevor sie von uns etwas nehmen, sollten wir fragen, wenn es um ihre Sachen geht. Nur so können wir sie zu einem sozialen Miteinander erziehen. Wenn wir Kinder bitten und fragen, ob sie ihre Spielsachen teilen möchten, werden sie das in den meisten Fällen tun. Wir sollten aber auch respektieren, wenn sie (manchmal) "nein" sagen.

Montag, 18. Februar 2013

grippaler Effekt, Grippe oder doch Heuschnupfen?

Eigentlich sollte es langsam Frühling werden. Die Schneeglöckchen zeigen schon überall ihre schönen weißen Blüten. Doch viele können diese nur aus dem Fenster heraus bewundern, weil sie mit laufender Nase, Kopf- und Gliederschmerzen zu Hause sitzen. Vielleicht können sie aber nicht einmal aus dem Fenster schauen, weil das Fieber sie ans Bett fesselt. Die ersten Monate im Jahr sind immer die Monate, welche durch die Grippewelle geprägt sind. Schnupfen, Husten, Heiserkeit - ist es nur ein grippaler Effekt oder eine richtige Grippe? Was sind die Unterschiede?
Eine Zusammenfassung der Merkmale findet ihr in meinem Artikel Wie lange kann man jemanden anstecken - Teil I - grippaler Effekt oder echte Grippe.
Viel tun kann man bei einer Erkältung nicht. Ruhe, Schlafen und vor allem viel Trinken. Nach spätestens 2 Wochen sollte alles überstanden sein. Kinder im Bett zu halten ist nicht immer leicht. Sie müssen auch nicht den ganzen Tag still liegen, aber wild toben und herumtollen sollten sie auch nicht. Hier helfen Bücher zum Vorlesen, Malbücher, Stickerbücher, CDs und Spiele.


Aber was, wenn die Nase auch im März noch weiter läuft und die Augen tränen? Was, wenn die Sonne eigentlich schon deutlich mehr warme Strahlen zu uns schickt? Wenn die Bäume anfangen zu treiben und die ersten Gräser blühen? Dann kann es sich auch um einen allergischen Schnupfen handeln. Die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Heuschnupfen findet ihr in meinem Artikel Allergischer Schnupfen.

Dienstag, 5. Februar 2013

Windpocken

Nachdem mir meine Ärztin versichert hat, dass Gürtelrose nicht ansteckend sei, wurden wir eines Besseren belehrt. Allerdings war ich vorbereitet, da das Internet eine Ansteckung nicht ausschließt. Auch wenn man niemanden mit Gürtelrose anstecken kann - da diese Krankheit ein Wiedererwachen der im Körper verbliebenen Varizella-Viren einer vergangenen Windpockenerkrankung ist - ist eine Ansteckung mit Windpocken möglich. Und genau das haben wir geschafft. Nach nicht ganz 2 Wochen zeigten beide unsere Kinder die ersten kleinen Pickelchen am Bauch. Ganz genau haben wir diese Pünktchen beobachtet. Bei dem ersten Anzeichen der Blasenbildung rief ich die Kinderärztin an. Wir sollten vorbeikommen, durften jedoch nicht ins Wartezimmer. Praktischerweise liegt die Kinderarztpraxis ebenerdig und wir durften durchs Fenster direkt ins Sprechzimmer klettern. Windpocken sind hoch ansteckend. Erkrankte Kinder dürfen weder in den Kindergarten noch in die Schule. Ein Blick genügte und die Kinderärztin bestätigte die Diagnose. Mit Fenistil-Tropfen und einer Schüttelmixtur gingen wir nach Hause. Die ersten 2 Tage waren die Kinder gut drauf, sahen jedoch aus wie die Streuselkuchen.

Am dritten Tag kam das Fieber - bei beiden Kindern. Völlig neben sich waren sie nicht ganz wach, konnten aber auch nicht schlafen. Es juckte sie überall und sie jammerten. Die Kleine fieberte mit über 39°C, die Große etwas weniger. Im Wechsel gab es Ibuprofen und Paracetamol. Solange die Medikamente wirkten waren die Kinder gut drauf, sonst waren sie sehr jammerig. Nach 2 knatschigen Tagen und Nächten wurde es besser. Die Bläschen fühlten sich schon härter an und es schienen keine oder nur wenige neue Bläschen hinzuzukommen. Nach 5 Tagen war das Schlimmste also überstanden. Nun müssen die Bläschen alle verkrusten, abfallen und abheilen. Der Juckreiz ist noch vorhanden, tagsüber aber weniger schlimm als nachts. Da die Kinder endlich etwas ruhiger werden und wieder schlafen können, wird der Genesungsprozess nun hoffentlich bald eintreten. In ein paar Tagen möchte die Große zum Kinderfasching im Kindergarten. 10 Tage ist ein Kind nach Auftreten der ersten Bläschen ansteckend. Theoretisch darf sie zum Kinderkarneval gehen. Hoffen wir mal, dass sie bis dahin nicht mehr ganz so sehr aussieht, wie ein Streuselkuchen. Ein Fledermauskostüm hat sie sich ausgesucht - ganz in Lila - ihre Lieblingsfarbe. Aber gibt es gepunktete Fledermäuse? Vielleicht ist unsere Fledermaus bis dahin wieder punktfrei - sonst stellt sie eine besonders seltene Art dar ;).




In meinem Artikel über Windpocken findet ihr alle notwendigen Informationen zu dieser Kinderkrankheit. Sie verläuft in den meisten Fällen harmlos und ohne Komplikationen. Trotzdem sind die Kinder krank - und kranke Kinder sind häufig anstrengend. Eine durchgemachte Windpockenerkrankung ist jedoch effektiver als die entsprechende Impfung, welche weder vor der Erkrankung schützt, noch lebenslange Immunität bietet. Daher, Augen zu und durch - ein paar knatschige Tage und 2 anstrengende Nächte sind zu schaffen. Danach sind die Kinder ein Leben lang immun gegen diese Krankheit.

Donnerstag, 31. Januar 2013

Tragetuch, Manduca und Co

Kinder möchten auf den Arm und getragen werden - IMMER. Natürlich kann man das unterbinden, indem man das Gequengel einfach lange genug ignoriert. Irgendwann hören die Kinder auf, zu jammern und zu bitten. Aber das ist weder schön für die Kinder noch für die Eltern. Für uns kam es jedenfalls nicht in Frage, unsere Kinder jammern zu lassen.

Mit der Geburt unseres ersten Kindes stellten wir uns daher die Frage, welches Tragesystem wir haben möchten. Es gibt so viele verschiedene. Als Erst-Eltern ist man da schlicht überfordert. Im Geburtsvorbereitungskurs wurde uns das Tragetuch vorgestellt. Da wir sonst wenig Ahnung hatten, haben wir uns ein solches zugelegt. Ein Tragetuch ist eine feine Sache, allerdings muss man damit umgehen können. Schon ab den ersten Wochen haben wir das Tragetuch genutzt. Unsere Tochter hat gut und lange darin geschlafen, während ich die Hände für alle möglichen anderen Dinge frei hatte. So konnte ich den Haushalt erledigen oder auch am Computer ein paar mails beantworten. Der Vorteil des Tragetuchs war, dass unser Baby anfangs liegend im Tuch transportiert werden konnte. Später haben wir sie uns auf den Bauch gebunden, wo sie manchen Spaziergang friedlich verschlafen hat. Solange die Kleine geschlafen hat, war auch alles gut. Problematisch wurde es erst, wenn sie aus dem Tuch heraus wollte. Da begann mein Kampf mit den Metern. Ich konnte das Tuch einfach nicht bändigen. Es half nur fallen lassen - egal wo. Daher habe ich das Tragetuch immer nur dann verwendet, wenn ich entweder zu Hause war, die Spaziergänge kurz waren oder ich sicher war, dass meine Tochter so lange schläft, bis ich wieder trockenen Boden unter den Füßen hatte.
Als unsere Tochter fast 2 war, haben wir uns eine Manduca gekauft. Wir haben lange überlegt, ob sich die Anschaffung in dem Alter noch lohnt. Aber es hat sich gelohnt. Wir haben die Manduca viel genutzt. Vor dem Bauch und auf dem Rücken. Rein - raus - es ging ruckzuck. Beim zweiten Kind haben wir von Anfang an die Manduca benutzt. Durch die kurzen Wege zum Kindergarten - mit der Großen - ging das ständige rein und raus mit der Manduca einfacher und schneller als mit dem Tragetuch. Trotzdem möchte ich die Zeit mit dem Tragetuch nicht missen.
Neben der Manduca gibt es noch eine Menge andere Tragesysteme. So hat zum Beispiel auch der Bondolino seine Vorteile. Er ist aus dem querelastischen Stoff eines Tragetuchs, womit er einen Kompromiß zwischen Tragetuch und Tragebeutel darstellt. Er ist schnell an und ausgezogen, gibt Kind und Eltern aber ein wenig das Tragetuch-Gefühl.
Eine Zusammenstellung der Vor- und Nachteile von Tragetuch, Manduca und Bondolino findet ihr in meinem Artikel Babytragen im Praxistest.

Vom Zebra zum Zebrastreifen ...

... und der Frage, warum heißt der Zebrastreifen Zebrastreifen? Klar, weil er gestreift ist - möchte man meinen. Aber ist die Antwort tatsächlich so banal? Kann ein Tier, welches am anderen Ende der Welt lebt wirklich Namensgeber für ein Stück europäische Verkehrsgeschichte sein? Nein, ganz so einfach ist es tatsächlich nicht.
Korrekterweise heißt der Zebrastreifen auch Fußgängerüberweg. Natürlich erinnert sein Streifenmuster an die ebenfalls gestreiften Eselverwandten. Und durch diese Ähnlichkeit ist der Zebrastreifen auch unter seinem Namen so bekannt. Aber heißen tut er aus anderem Grund Zebrastreifen. Schuld sind die Hamburger - genauer gesagt das Hamburger Abendblatt. Warum? Das könnt ihr in meinem Artikel Warum heißt der Zebrastreifen Zebrastreifen nachlesen. Hinterher geht es euch vermutlich ebenso wie mir und vielen anderen Lesern - ihr sagt euch "aha - wieder was dazugelernt".
In diesem Sinne: fragt und ihr werden Antworten bekommen!