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Donnerstag, 12. November 2015

Halloween - ein Hexenkleid für meine Hexe

Bisher sind wir um Halloween immer drum herum gekommen, aber in diesem Jahr war meine Tochter auf einer Party eingeladen. Natürlich brauchte sie dazu ein Kostüm. Ich mag die gekauften Halloweenkostüme nicht, also musste (oder durfte) ich an die Nähmaschine. Ich dachte sofort an das Kapuzenkleid von Schnabelina und die Samtstoffe, die ich noch liegen hatte. Gesagt getan. Das Kapuzenkleid habe ich nach unten verlängert und nicht rund, sondern mit Zipfeln zugeschnitten. Dazu wurde auch die Kapuze in eine Zipfelkapuze umgewandelt. Schon kurze Zeit später durfte mein Tochterkind das Kleid anprobieren. Sie meinte sofort, dass sie dazu noch einen Umhang benötigt. Dann könnte sie sich im Kreis drehen und wäre eine richtige Hexe mit Rauchwolke.

Natürlich bekam sie den gewünschten Umhang. Diesen habe ich direkt am Kleid - genauer gesagt entlang der Ärmelmitte - festgenäht. Dadurch fiel er besonders schön und sie konnte ihn genau so schwingen und wirbeln, wie sie es sich vorgestellt hatte.
Am liebsten hätte sie das Kleid sofort nach Fertigstellung nicht mehr ausgezogen.



Ein paar Kleinigkeiten fehlten aber für ein richtiges Hexenkleid noch. Aus der vielen Halloween Deko hab ich ein paar silberne Glitzerspinnen ausgesucht und sie mit ein paar wenigen Stichen auf dem Kleid befestigt. Dazu gab es noch einen passenden Hexenhut und fertig war unsere persönliche Halloween-Hexe.

Dienstag, 10. Februar 2015

Faschingskostüme selber nähen - Anna und Elsa


Meine Mädels musste ich eigentlich nicht fragen, als was sie sich in diesem Jahr zu Fasching verkleiden wollten. Die Antwort war klar - als Anna und Elsa natürlich. Die Eisprinzessin begleitet uns nun schon das ganze letzte Jahr und ich bin immer wieder erstaunt, wie lange sich die Begeisterung für sie hält. Ob Elsa-Torte zum Geburtstag, Musik, Fernsehwünsche oder nun die Faschingskostüme - Elsa hier, Elsa dort. Erstaunlicherweise gab es nie eine Diskussion um die Rollenverteilung bei meinen Töchtern - die Große war Elsa, die Kleine Anna. Und so waren auch die Wünsche für die Faschingskleider. Die Große wollte Elsa sein, die Kleine Anna. Also hab ich viele Bilder angeschaut, (meiner Ansicht nach) wichtige von unwichtigen Details getrennt und in meinem Kleiderschrank und der gut sortierten Stoffkiste gekramt.

Für die Elsa mussten ein nie getragener Satin-Morgenmantel und ein Nachthemd aus beinah (vergessenen) Jugendzeiten von mir daran glauben. Mein Mann ist bald in Tränen ausgebrochen, als ich ihm gesagt habe, dass ich mein (altes) Nachthemd zerschneiden möchte. Aber meine Argumente, dass ich nicht mehr jünger werde und das Nachthemd wohl nicht mehr tragen werde, er dafür aber glänzende Augen seiner Tochter und eine ganz persönliche Elsa bekommen würde, haben ihn überzeugt. Ich hab meine Stoffe, Schnittmuster und kreative Ideen zusammengenommen und angefangen. Der obere Teil des Elsa-Kostüms besteht aus der Elodie von Farbenmix. Das Oberteil ist gedoppelt, sodass die über den Bauch zulaufende Spitze im Satinstoff gehalten werden konnte und am Innenstoff das Nachthemd, also das Rockteil, angenäht wurde. Die Ärmel sind abnehmbar und mit Druckknöpfen in die Elodie-Ärmel anzusetzen. Der Umhang ist 1 m Schneeflocken-Organza in voller Breite. Lediglich der Bodenabschluss ist leicht abgerundet. Während des Annähens des Umhangs (mit Hand) musste meine Tochter eine ganze Weile stillstehen. Es ist ihr sehr schwer gefallen, aber sie hat tapfer durchgehalten.




Das Anna-Kostüm hat letztendlich mehr Zeit "gekostet" als das Elsa-Kostüm. Für das Oberteil habe ich ein ausrangiertes, hellblaues Hemd meines Mannes genommen. Ein passendes T-Shirt-Schnittmuster hab ich am Kragen angelegt und das Hemd sozusagen auf passende Größe geschnitten. Aus dem Stoff der alten Ärmel wurden Ärmel in der richtigen Größe zugeschnitten und alles zusammengenäht. Direkt an das Hemd wurde der Rock angenäht. Über das Hemd-Kleid kommt dann das schwarze Oberteil. Das hab ich aus blauem Samtstoff gemacht und mit goldenem Stoff die Kanten saumartig angenäht. Für die Stickerei hab ich mich zum ersten Mal im Nähmalen versucht. Lediglich ein Anna-Bild als Vorlage hab ich mit dem engsten und längsten Zickzackstich einfach drauflos genäht. Die Stickerei ist krumm und schief geraten, aber für einen Anfänger im Nähmalen gar nicht so schlecht. Oder?


Der Umhang hat mich einige Stunden und Nerven gekostet. An ihm hab ich probiert, geschnitten, genäht, aufgetrennt und neu gemacht. Die 100%ig passende Bommelborte/Pompomborte hab ich nicht gefunden, aber mit dem Kompromiss bin ich auch ganz zufrieden. Der Originalumhang hat zwar nur einen Verschluss, dafür war mein Gewandhaken aber zu klein. Da der Umhang vom Stoff her recht schwer ist, hab ich ihn sicherheitshalber zusätzlich mit Druckknöpfen am  Hemdkragen befestigt.

Meine Mädels sind auf jeden Fall begeistert. Sie können Fasching gar nicht mehr erwarten. Am Liebsten würden sie schon jetzt die Kostüme anziehen und nicht mehr ausziehen. Da halte ich aber noch immer meine Hand schützend über die Kleider. Zu groß ist meine Sorge, dass auf beiden Faschingskostümen sich sonst bis Rosenmontag reichlich Flecken befinden. Die paar Tage bis zur Faschingsfeier müssen die beiden noch durchhalten. Danach dürfen sie meinetwegen als Anna und Elsa auch schlafen gehen.

Montag, 9. Februar 2015

Faschingskostüme selber nähen - eine Pippi Langstrumpf für die Kleinsten

Bald ist Faschingszeit und für meine Mädels ist lange klar, als was sie zur Faschingsfeier gehen möchten - natürlich als Anna und Elsa. Die Kleider der beide haben mich einige Stunden Arbeit, viel Ausprobieren und Anprobieren gekostet, aber am Ende leuchteten die Kinderaugen und das ist doch das Allerwichtigste. Das aber kommt im nächsten Post...

Eine Woche vor Fasching fragte mich mein Schwager, ob wir noch ein altes Faschingskostüm unserer Kinder hätten. Seine Tochter hat ihre erste Faschingsfeier im Kindergarten vor sich. Dadurch erinnerte ich mich an die erste Faschingsfeier meiner Tochter. Im letzten Moment hatte ich ihr damals noch ein Kostüm gekauft. Es bestand lediglich aus einem Umhang und trotzdem mochte sie ihn nicht anziehen. Mit Fasching und Verkleiden konnte meine kleine Dame nichts anfangen. Irgendwie war ihr das alles nichts. Ein Jahr später sah die Sache schon anders aus.
In Erinnerung an unser erstes Faschingsdrama dachte ich, wäre eine Pippi Langstrumpf doch ein gute Idee für meine kleine Nichte. Sie kann ihre ganz normalen Sachen anziehen. Eine Strumpfhose und vielleicht ein buntes T-Shirt. Darüber eine Pippi-Langstrumpf-Schürze und geringelte Stulpen über die Strumpfhose. Gedacht, getan ... schnell hab ich in der Stoffkiste gekramt und losgelegt. Ich war ganz begeistert von meinem Werk, aber seht selbst ...


Die Schürze ist zum Wenden und hat auf beiden Seiten eine gestreifte Tasche. Im Rücken ist die Schürze durch Druckknöpfe zu schließen.
Am Ende war ich mit meinem Übermut und der Erinnerung an das erste Fasching unserer damals 2-Jährigen etwas vorschnell gewesen. Mit Pippi Langstrumpf kann meine Nichte nichts anfangen. Daher soll sie lieber zur Faschingsfeier als etwas gehen, was sie kennt. Schade, aber umsonst war die Arbeit trotzdem nicht - und Spaß gemacht hat es auch.
Das Pippi-Langstrumpf-Set kam damit unerwartet unter den Hammer und erfreut nun am Faschingsmontag einen kleinen Pippi-Langstrumpf-Fan.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Prinzessinnenkleider ruckzuck selbst genäht

Bald ist Fasching und wie in jedem Jahr stellt sich die Frage, als was die Kinder sich im Kindergarten verkleiden möchten. Vor ein paar Jahren hat sich meine Tochter noch überhaupt nicht dafür interessiert, aber mittlerweile ist sie auf den Geschmack gekommen. Nachdem ich im letzten Jahr per Express noch ein Faschingskostüm bestellen musste, hab ich sie in diesem Jahr rechtzeitig nach ihrem Kostümwunsch gefragt. Eine Fee möchte sie sein. Fee oder Prinzessin - das ändert sich derzeit leider täglich, sodass ich mich lieber auf kurzfristige Wunschänderungen einstelle. Ich hab in der großen Stoffkiste meiner Oma gekramt und verschiedene glänzende Futterstoffe gefunden. Auch etwas Tüll gab die Stoffkiste her. Nach dem Schnittmuster von Schnabelinas Kapuzenkleid hab ich meiner Tochter ein Prinzessinnenkleid - nein ein Feenkleid - genäht. Sie war begeistert. Natürlich fehlen der Fee noch Flügel, aber die soll sie noch bekommen. Ein paar Flügel werden wir noch kaufen, Krone und Zauberstab haben wir bereits in der Schublade.
Prinzessinenkleid (Fasching) nach Schnabelinas Kapuzenkleid













Den ganzen Nachmittag hat sich die Kleine wortlos angesehen wie ihre große Schwester in ihrem Kleid herumgeschwebt ist und sich mit ihr gefreut. Kurz vor dem Schlafengehen kam sie dann zu mir und hat ganz leise gefragt: "Mama, nähst du mir auch so ein Kleid wie N... hat?" 
Wer kann eine solche Bitte abschlagen? Also hab ich mich am nächsten Tag, als die Kinder im Kindergarten waren, hingesetzt und noch ein Kleid genäht. Ruckzuck war die kleinere Prinzessinnenausgabe von Schnabelinas Kapuzenkleid fertig. Meine beiden Feen oder Prinzessinnen sind glücklich und ich bin es auch.